Sommerwind==========Durchs Blattwerk streicht ein SommerwindLau im Kommen und lau im GehenDroben hoch im blauen HimmelKreisen drei, vier schwarze RabenEntschwinden bald im BaumgewimmelIch wollt', ich könnt' mit ihnen ziehenIch war schon immer ein RabenkindTod der Veilchen================Spürst du, wie die Winde die Veilchen umwehenwie glasig sie draussen am Eingang dir stehen?Zu spät ist's, ihn ...
Sommerwind==========
Durchs Blattwerk streicht ein Sommerwind
Lau im Kommen und lau im Gehen
Droben hoch im blauen Himmel
Kreisen drei, vier schwarze Raben
Entschwinden bald im Baumgewimmel
Ich wollt', ich könnt' mit ihnen ziehen
Ich war schon immer ein Rabenkind
Tod der Veilchen================
Spürst du, wie die Winde die Veilchen umwehen
wie glasig sie draussen am Eingang dir stehen?
Zu spät ist's, ihnen noch Sorge zu tragen;
sie werden zerbrechen, und all dein Klagen,
warum sie - warum nur? - so glasig standen,
wird sie zum Strausse dir nie mehr umbanden
bluttannen==========
von ausgestreckten ästen blutend
durchtränkt das tannendunkel diesen mooskalt feuchten wintermorgen
dem nebelboden entsteigt
ein graues fleischernes leuchten
hier äsen schwarze vögel stille
und du entrinnst dem flechtgewirr,
dem würgegriff der tannen nicht
biografia:
Stefan Mathyshttp://powerofpoetry.wordpress.com
stefanmathys@yahoo.com