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Jovanka Stojčinović Nikolić
Nacionalidad:
Serbia
E-mail:
jolinasn@gmail.com
Biografia

Jovanka Stojčinović Nikolić rođena je 1952. u Ritešiću kod Doboja (BiH). ivi i stvara u Doboju, gdje je radila kao profesor u Srednjoškolskom centru i Gimnaziji i kao direktor Centra za kulturu i obrazovanje, a sada je Savjetnik za obrazovanje i kulturu u kabinetu načelnika.

Objavila je 14 knjiga poezije: Zvijezda skitača (1975), Tijesno nebo (1994), Samoća rue (1995), Golo sunce (1996), Kamen moje krvi (1996), Boso bilje (1997), Oskoruša (2000), Gorka svjetlost (2002), Ključaonica (2003), Oblik svjetlosti (2006), Mrak od čistog zlata(2006), Tamno oko ulice (2009), U prvom licu (2011), Tamno oko ulice, II izdanje (2011).

Pjesme su joj uvrštene u više antologija i prevođene na nekoliko jezika ( engleski, njemački, ruski, slovenački, makedonski, rumunski...)

Za svoje stvaralaštvo i predan rad u kulturi dobila je više značajnih priznanja, među kojima i knjievne nagrade: Kočićevo pero, Dragojlo Dudić, Šušnjar, nagrada UKS-Podrunica Banjaluka i grada Banjaluka za najbolju knjigu u 2009, Udruenja knjievnika Romanijsko-sarajevsko-drinske podrunice za neobjavljen rukopis, Šumadijske metafore, Milan Lalić, Ključ Dobor grada, zatim Zlatna značka Kulturno prosvjetne zajednice Srbije, Priznanje Ministarstva prosvjete i kulture Republike Srpske, Amblem grada Doboja i Povelja Udruenja građana grada Doboja.


 

 

Freunde

 

So wandere ich tagelang

herausgelockt aus der Einbahnstraße.

 

In mehreren Richtungen lässt sich anders reisen.

 

Auf einer solcher Reise

begegnen mir viele Freunde

und jene, die meine Zukunft verfolgen.

 

Aus unbekanntem Laub,

unverhofft,

springt eine kleine Katze mir direkt

vor die halbwegs unter den welken Zungen

der fetten Gräser verdeckten Füße,

als wäre da ihr vorläufiges Heim

oder ihr einziger Unterschlupf.

 

Ich gehe weiter... knöpfe meinen Rock auf...

plötzlich werden wir Freunde...

Das Kätzchen schnurrt friedlich,

umgarnt mich mit Träumen,

um zumindest diesen Tag einzuschläfern,

der mich unterwühlt.

 

 

***

Der Geruch der Angst

 

Zum Todesjahrestag des Vaters

 

Schon dreihundertfünfundsechzigster Tag

seit Mutter am Fenster auf das Licht wartend ausharrt

um über das Dunkel zu urteilen.

 

Aus dem anliegenden Wald läuft

ein vergilbter Eichenbaumstamm

in das Blickfeld der Mutter

und reißt ihr den Geruch der Angst vom Antlitz.

 

Das ist des Vaters Haut,

die zwischen

den Bäumen wandelt

mit einem Klafter Holz unter dem Arm.

 

Im aufgesperrten Fenster

vereint sie die Leere.

 

Ergriffen vom Dunkel

tritt sie langsam an das Bett,

das Kissen anschauend

auf dem des Vaters Kopf gelegen.

 

 

***

In der Orange der Sonne

 

Meine Mutter erzählte mir, wie sie mich

unter einem Kirschbaum gebar

und wie ich mühsam

aus der Orange der Sonne

ihren Leib verließ,

Anfang des Sommers

am einundzwanzigsten Juni

obgleich Vater einen kleinen Sohn haben wollte.

 

Statt mit dem Kopf habe ich die Erde

mit den Füßen berührt

und so die Sonne zwischen uns beiden begraben

als Grundstein für die kommenden Jahre.

 

Großmutter und eine Tante eilten zur Hilfe herbei,

um mir, die ich weder deren erste noch letzte war,

den Schmerz vom Leib zu spülen.

 

Ich weiß nicht wie noch warum,

aber nach dem Maß dieses Schmerzes

addierte ich die Jahre, die folgten.

 

Ich habe nicht damit gerechnet,

dass ich dieses Maß des Schmerzes

für die Nachkommen festlege.

 

(Aus dem Serbischen von Drago Tešević)

 

 

 

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